Anke Grams

10. Oktober 2008

PRESSEMITTEILUNG AKTUELL

Anke Grams
Malerei.

24. Oktober - 6. Dezember 2008

Eröffnung am Freitag, 24. Oktober 2008, 19 Uhr


Bilder von Menschen - Anke Grams zeigt Malerei bei GAM


Mit ihren installativen Arbeiten und insbesondere mit dem aufwändigen "Rosenraum" (2004) ist Anke Grams überregional bekannt geworden. Jetzt werden in der Essener GAM Obrist Gingold Galerie vom 24. Oktober bis 6. Dezember erstmals ausschließlich ihre Malereien gezeigt.
In den neuen Bildern zeigt Anke Grams Menschen, die alten Fotos oder Erinnerungsbildern entstammen. Gleich wie in der Erinnerung sind sie nur buchstückhaft skizziert, ihre Handlung ist nur angedeutet. Der Raum, in dem sie sich befinden, ist kein wirklicher, sondern ein geträumter Raum, in dem Perspektiven und Szenerien frei wechseln können. Er setzt sich aus monochromen Flächen zusammen, die den Eindruck des ätherischen nur noch verstärken. Die Menschen sind aus den ursprünglichen Handlungszusammenhängen, die den Bildern zugrunde liegen, herausgerückt. Dabei tritt die psychologische Wirkung der Flächen in Konkurrenz zu den proportional kleinen figürlichen Motiven, und erzeugt dadurch eine häufig bedrückende Atmosphäre - Die Erinnerung als eine Sphäre, in der sich die Wirklichkeitsfragmente gegenseitig überlagern und zum Verschwinden bringen. Schon in ihren Rauminstallationen spielte die Erinnerung, häufig verdichtet im Märchen, eine wichtige Rolle. Die neuen Malereien sind eine Fortführung des Themas mit anderen Mitteln.

Anke Grams wurde 1974 geboren, und ging nach einer Lehre als Maschinenbaumechanikerin und Studien an der Alanushochschule in Bonn und der Universität GHS Essen in die Klasse von Timm Ullrichs an der Kunstakademie Münster. Dort wurde sie Meisterschülerin und hatte danach Lehraufträge an der Universität GHS Essen. Von 2004-2007 war sie im Vorstand des Kunsthaus Essen. In den letzten Jahren wurden ihre Arbeiten unter anderem auf der Toronto International Art Fair und der Art Moscow gezeigt.